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Verein für Hallenradsport Mücheln 1951 e.V.

Test

Kunstradfahren ist eine Wettbewerbs-Sportart


Kunstradfahren ist ein Hallenradsport, der sehr viel mit Ästhetik zu tun hat. Er ist mit Kunstturnen oder Eiskunstlauf vergleichbar, erfordert viel Gefühl, eine perfekte Koordination des ganzen Körpers und einen sehr guten Gleichgewichtssinn. Anmut, Eleganz und Kraft beschreiben das Kunstradfahren wohl am treffendsten. Beim Kunstradfahren werden verschiedene Halteübungen, Gleichgewichtsübungen, sowie Übungen für Kraft und Sprünge ausgeführt. Dem Vorderrad, Hinterrad, Lenker und dem Sattel kommen dabei besondere Bedeutungen zu, denn sie werden mit verschieden turnerischen und kunstvollen Elementen eingesetzt.


Bei allen Disziplinen des Kunstradfahrens werden die Übungen auf einem speziellen Kunstrad ausgeführt, welches speziell dafür konstruiert worden ist. Das Kunstrad, die "Saalmaschine", "Hallenrad" oder auch "Kunstfahrmaschine" genannt, ist nur mit dem nötigsten ausgerüstet und hat keine Bremse, Schaltung oder Lichter. Es ist mit Spezialreifen ausgestattet, die besonders guten Halt und Gripp auf Holz-, Parkett- oder PVC-Böden bieten. Der Lenker an dem Kunstrad ist so geformt, dass sich der Kunstradfahrer dort aufstützen, daraufstellen oder draufsetzen kann. Der Lenker lässt sich um 360° drehen. Die Griffe laufen dabei parallel zum Boden. Der Sattel (maximal 30 x 22 cm groß) ist besonders rutschfest und am Ende erhöht. Die "Saalmaschine" hat, wie schon erwähnt, keine Schaltung und eine 1:1 Übersetzung. Damit lässt sich das Kunstrad äußerst präzise vorwärts aber auch rückwärts bewegen. Durch die simple 1:1 Übersetzung läuft das Kunstrad, auch ohne treten in die Pedale, mit dem vorhandenen Schwung weiter. Das ist wichtig, damit der Sportler während der Fahrt verschiedene Übungen machen kann. Zusätzlich sind an den Achsen der Räder beidseitig Dornen (Auftritte) angebracht. Damit lassen sich zusätzliche Übungen im Einer- und Zweier-Kunstradfahren ausführen.

Einführung

Im Wettkampf muss der Sportler vorher festgelegte Übungen in einer bestimmten Zeit (max. 5min) ausführen. Bei internationalen Wettkämpfen und Meisterschaften muss die Fahrfläche eine Größe von 14 x 11 Meter aufweisen. Die vorgeführte Kür wird vor dem Wettkampf bei der Wettkampfleitung und den Kampfrichtern eingereicht. Im Wettkampf selber gilt es dann, diese Kür mit den verschiedenen Übungen möglichst fehlerfrei in der vorgegebenen Zeit vorzuführen.


Ähnlich wie beim Eiskunstlauf oder Bodenturnen bewerten die Kampfrichter (Ansager, Schreiber) die Darbietung mit Punkten. Im Kunstradsport gibt es keine gesondert ausgewiesene B-Note, es wird aber neben dem Schwierigkeitsgrad der Übungen auch die Ausführung bewertet. Dabei gilt es Stürze, Bodenberührungen (Tipper), das Überfahren der Begrenzungslinie und andere Unsicherheiten zu vermeiden, denn das gibt entsprechende Punktabzüge. Sieger des Wettkampfes ist der Kunstradfahrer oder das Team, welches die meisten Punkte ausfährt.

Die Fahrfläche


Bei internationalen Wettkämpfen muss die Fahrfläche die jeweils größte Länge und Breite aufweisen, also 11m×14m. In der Mitte dieser Fahrfläche müssen die 3 Kreise entweder aufgeklebt, aufgemalt oder in den Boden eingelassen sein. Alle Markierungen, also die Fahrfläche und die Kreise müssen mindestens 3cm, allerdings maximal 5cm breit sein. Die Maße werden am äußeren Rand dieser Markierungen genommen.


Der minimale Abstand von der Fahrfläche zu Wänden, Säulen oder anderen nicht beweglichen Gegenständen muss bei internationalen Meisterschaften 2,0m bei allen anderen Wettkämpfen mindestens 0,5m betragen.


a = Länge der Fahrfläche: min. 12m max. 14m

b = Breite der Fahrfläche: min. 9m max. 11m

c = innerer Kreis: ø 0,5m

d = mittlerer Kreis: ø 4m

e = äußerer Kreis: ø 8m

f  = viertelnde Linien: 0,5m


Kommissäre


Die Kommissäre sind so an der Fahrfläche zu platzieren, dass sie einen guten Blick auf die Fahrfläche haben und ihre Unabhängigkeit voneinander gewährleistet ist.


Coaching Zone


Ein fester Platz für den Trainer und einen weiteren Betreuer wird vorab in Abstimmung mit dem Obmann durch den Ausrichter an der Fahrfläche festgelegt.

(mindestens 0,5 Meter Abstand zur Flächenbegrenzung).


Disziplinen und Altersklassen


Wettbewerbe werden in den einzelnen Disziplinen ausgeschrieben für:


a) Elite über 18 Jahre

b) Juniorinnen/Junioren U19 (bis 18 Jahre)

c) Schülerinnen/Schüler, Klasse A U15 (bis 14 Jahre)

d) Schülerinnen/Schüler, Klasse B U13 (bis 12 Jahre)

e) Schülerinnen/Schüler, Klasse C U11 (bis 10 Jahre)


Im Jahr der Vollendung des entsprechenden Lebensjahres kann noch bis zum Jahresende in dieser Altersklasse gestartet werden. Ein Start in der nächsthöheren Altersklasse ist möglich. Schülerinnen und Schüler der Klassen B und C können auch in der übernächsten Altersklasse starten.


In einer Vierer-Mannschaft der Altersklasse Junioren kann ein Elite-Sportler U23 (bis 22 Jahre) starten.

In einer Vierer-Mannschaft der Altersklasse Schüler kann ein Junioren-Sportler U17 (bis 16 Jahre) starten.

In einer Sechser-Mannschaft der Altersklasse Junioren können zwei Elite-Sportler U23 (bis 22 Jahre) starten.

In einer Sechser-Mannschaft der Altersklassen Schüler können zwei Sportler U17 (bis 16 Jahre) starten.


Fahrzeiten


Für alle Disziplinen und Altersklassen gilt eine maximale Fahrzeit von 5 Minuten.


Höchstübungszahlen


Elite und Junioren

Einer-Kunstradfahren max. 30 Übungen

Zweier-Kunstradfahren max. 25 Übungen (hiervon mindestens 8, jedoch maximal 15 Übungen auf einem Rad)

Vierer- Kunstradfahren max. 25 Übungen

Sechser-Kunstradfahren max. 25 Übungen


Schüler

Einer-Kunstradfahren max. 25 Übungen

Zweier-Kunstradfahren max. 20 Übungen (hiervon mindestens 4, jedoch maximal 12 Übungen auf einem Rad)

Vierer Kunstradfahren max. 25 Übungen

Sechser Kunstradfahren max. 25 Übungen


Im 2er Kunstradfahren müssen sowohl Übungen auf einem als auch auf zwei Rädern gezeigt werden.